Kundschafter Sommercamp 2002 in Fluorn
Es begab sich an einem milden Julitag, einen Tag nach dem Beginn der Sommerferien in Baden-Württemberg, als sich 20 Kundschafter, 11 Kinder aus Weinstadt und Umgebung, Ihre Eltern und die Kundschafterleiter am Bahnhof in Beutelsbach trafen, um gemeinsam zum Sommercamp nach Fluorn aufzubrechen. Fluorn liegt im Schwarzwald in der Nähe von Oberndorf. Daher war auch die Fahrt nicht allzu lange, und nach anderthalb Stunden erreichte man den Campplatz, wo ein Teil der Leiter schon seit zwei Tagen den Camplatz vorbereitet hatte.
Die große Jurte, das Versammlungszelt, und eine Hochkothe waren schon aufgebaut. Eine Sache war anders als bei den vorherigen Camps: zum ersten Mal wurde das Rangercamp als Aktion im Sommerferienprogramm der Stadt Weinstadt angeboten, und so kamen elf Kinder mit, die mit den Royal Rangers noch nichts zu tun hatten. Diese Kinder wurden schon vorher auf die Teams verteilt und waren beim letzten Stammtreff vor dem Camp auch dabei, um ihre "Team-Kollegen" und die Leiter kennenzulernen. Die ersten zwei Tage auf dem Camp bestanden aus: Aufbauen, Aufbauen, Aufbauen und zwischendurch gab es Mittagessen und Abendessen. Abends wurde dann das Lagerfeuer angezündet und es wurden Lieder gesungen. Sonntags waren die Starter zu Besuch auf dem Camp.
Für die Starter hatten sich die Leiter etwas besonderes einfallen lassen: sie durften mit den Kundschaftern an einer Camp- Olympiade teilnehmen. Verschiedene Stationen mussten in Gruppen abgelaufen werden.
Dort gab es verschiedene Aufgaben, die die Teams erfüllen mussten. Außerdem gab es an diesem Tag jede Menge Kuchen zu essen, den die Eltern der Starter gebacken und mitgebracht hatten. Der Montag war relativ ruhig auf dem Camp. Es gab viel freie Zeit, wo die Kinder gespielt haben und mittags wurden Workshops angeboten, z.B. Figuren aus Speckstein herstellen, tonen, Armbänder knüpfen und das Ratslagerfeuer bauen.

Ganz im Gegensatz zum Dienstag, als das komplette Camp loszog, um ins Freibad nach Oberndorf zu gehen. Bis auf Daniel, der hatte sich bereit erklärt, auf dem Campplatz zu bleiben. Er war dann derjenige, der am meisten zu tun hatte, denn es zog ein Sturm auf, und er musste schauen, dass die ganzen Zelte nicht davonflogen! Im Freibad hatten wir eine Menge Spaß, und wir genossen es, eine Dusche zu nehmen und uns zu waschen. Bis auf den Augenblick, als ein Gewitter aufzog. So kam es, dass wir uns unter der Überdachung vor den Duschen drängten, um nicht von oben nass zu werden. Trotzdem war es ein schöner Tag.
Am nächsten Morgen, dem Mittwoch, regnete es, als wir aufstanden. Die Stimmung war an einem tiefen Punkt angelangt. Für heute stand die Tagesrallye auf dem Plan. Bis nach dem Frühstück war es unsicher, ob wir wegen dem Wetter die Rallye überhaupt machen konnten. Doch dann hörte der Regen auf, und wir zogen los. Wieder in Gruppen aufgeteilt, durften die Kinder eine Strecke ablaufen, wo Stationen mit Aufgaben auf sie warteten. Zwischendurch wurde an einem kleinen Tierpark eine Pause eingelegt. Als wir zurückkamen, zogen schon wieder dunkle Wolken auf und ab diesem Moment kamen immer wieder kleinere Regengüsse über unserem Campplatz herunter.
Alles hat seine Zeit, so auch das gute und das schlechte Wetter. Immer, wenn wir auf gutes Wetter angewiesen waren, riß der Himmel auf und die Sonne kam durch. So auch am Donnerstag abend, der letzte Abend auf dem Camp. Tagsüber waren keine Aktionen mehr, überall in den Teams wurde der Bunte Abend vorbereitet. Die Teams sollten sich einen Teamsong, einen Teamruf und einen Sketch überlegen. Diese wurden dann abends vorgetragen. Pünktlich um 18 Uhr, als wir beginnen wollten, goss es wie aus Kübeln.
Spontan mussten alle in die große Jurte umziehen, wo die Kids dichtgedrängt saßen. Währenddessen stand das Mitarbeiterteam, das das Essen vorbereitete, draußen im Regen und schälte Kartoffeln.
Wir alle hatten schon Bedenken, dass das große Ratslagerfeuer, das später noch stattfinden sollte, buchstäblich ins Wasser fallen würde. Doch dann, rechtzeitig zum Essen fassen, hörte der Regen auf, die Sonne kam heraus und es erschien sogar ein Regenbogen!
An diesem Abend blieb das Wetter trocken. Nach der Andacht und dem Gebet

für die Kinder saßen wir noch lange am Feuer und sangen Lieder. Es war wirklich ein eindrucksvoller Abend. Am letzten Tag, dem Freitag, wurde alles abgebaut. Auch hier war das Wetter super, kein Regen, so konnten alle Zelte trocken abgebaut werden und wir waren rechtzeitig fertig, als dann mittags die Eltern kamen, um die Kinder abzuholen. Das komplette Camp über begleitete uns die Geschichte von Josef aus der Bibel. In der Andachtszeit, die jeden Morgen stattfand, verfolgten die Kinder, wie es Josef ging, als er von seinen Brüdern verkauft wurde, nach Ägypten kam und dort viel Erfolg hatte. Gott hat ihn immer und überall gesegnet, wo er war und wo er ging. So kamen wir uns auch vor. Gott hat das gesamte Camp gesegnet und uns viel Gelingen geschenkt!
Susanne Krauter & Matthias Hauber