
Am 19 Juni 2010 schlugen etwa 70 unerschrockene „Indianer“ ihre Zelte auf und stellten sich der Herausforderung zwei Tage ohne Computer, Fernseher und Dusche - von der himmlischen Dusche einmal abgesehen - auszukommen.
Um 9 Uhr, bei der Ankunft der Abenteurer war der Hahn dieser Dusche noch aufgedreht, wurde aber zur Freude Aller kurze Zeit später für den Rest des Wochenendes zugedreht. Somit stand den geplanten Indianerprüfungen nichts im Wege. Nachdem die erste Herausforderung, der Aufbau der Kothen, gemeistert war und sich die 6- bis 12-jährigen etwas kennengelernt hatten folgte ein Geländespiel.
Dieses war durch den Film „Der Schuh des Manitu“ Inspiriert, sodass jede Station einer Szene des Films zuzuordnen war. Die Teilnehmer schlüpften in die Rolle der Filmhelden Abahachi und Ranger und mussten unter anderem Wüstenschnaps (Weckmehl) trinken und vergrabene Klappstühle ausbuddeln. Ziel des Spiels war es nicht nur, sich die Teile einer zerstückelten Schatzkarte an den verschiedenen Stationen zu verdienen, sondern auch diese zusammenzusetzen, die Karte zu lesen und sich mit ihrer Hilfe im Gelände zu orientieren um letztendlich den Schatz zu finden.
Als nächstes standen Workshops auf dem Programm: Jeder konnte sich entscheiden, ob er zum Beispiel ein Stirnband, Mokassins oder einen Tomahawk basteln oder doch lieber entspannt indianische Maisfladen oder Naturkosmetik ausprobieren möchte.
Abends, als alle Indianer zu Stockbrot und Marshmallows am Lagerfeuer versammelt waren, wurden Lieder gesungen und die Geschichte des Cheyenne-Häuptlings Black Kettle erzählt. Dieser hatte als junger Mann durch einen weißen Siedler von Jesus erfahren, die Bedeutung von Vergebung erkannt und in der Verständigung zwischen den Cheyenne und den Weißen gelebt.
Am nächsten morgen wurde in einem Gottesdienst unter freiem Himmel das Thema des Vorabends aufgegriffen und vertieft.
Anschießend fand die „Campolympiade“ statt. Jeder konnte an verschiedenen Stationen beweisen, dass er sich an diesem Wochenende zu einem echten Indianer entwickelt hat. Zu den Aufgaben gehörten Anschleichen, Pfeil und Bogen schießen, Wagenrennen und vieles mehr.
Nachdem diese Prüfung bestanden war und jeder seine Urkunde erhalten hatte ging dieses herausfordernde und spannende, aber dennoch lustige Stadtcamp zu Ende, welches sicherlich nicht das letzte war.
Zusammengefasst kann man sagen, dass das Stadtcamp eine gelungene Aktion war, wofür wir Gott danken, der uns das gesamte Camp über viel Bewahrung und Gelingen geschenkt hat.